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Teilprojekt der Stadtverwaltung Bitterfeld-Wolfen

Kommunale Verwaltung und Unternehmen setzen sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein

-Das Projekt der Stadt Bitterfeld-Wolfen-

Gesellschaftliche Trends wie niedrige Geburtenraten, der Fachkräftemangel, der Wunsch von Eltern nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zunehmende Kinderarmut machten die Familienförderung in jüngster Vergangenheit zum Thema einer breiten öffentlichen Diskussion. Nach langen Jahren einer eher „stiefmütterlichen“ Behandlung findet das Thema Familie in den Medien, der Politik und auch beim Bundesverfassungsgericht wieder mehr Beachtung.

Dies möchten wir als Anlass nehmen und uns dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf mittels kommunaler Unterstützung“ widmen. Wir wollen Unternehmen am Standort praxistaugliche Lösungen für die Balance von Flexibilität und Stabilität im Schichtbetrieb bieten und diese gemeinsam mit ihnen erproben.

ein staunendes Kleinkind zwischen zwei Erwachsenen

Vereinbarkeit als gesellschaftspolitische Herausforderung

Unter der Vereinbarkeit von Familie und Beruf versteht man die Möglichkeit Erwachsener im arbeitsfähigen Alter, sich zugleich Beruf und Karriere einerseits und dem Leben in der Familie und der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Personen andererseits zu widmen, unter Berücksichtigung der Schwierigkeiten, die dabei auftreten können.

Eine Balance zwischen verschiedenen Lebensbereichen zu ermöglichen, gilt als eine wichtige gesellschaftspolitische Herausforderung, als ein betrieblich relevantes Thema bezüglich Wirtschaftlichkeit und Organisationskultur sowie als ein sozial, kulturell und pädagogisch bedeutsames Thema bezüglich der Gestaltung von Familienkultur. Die Thematik berührt wichtige individuelle Fragen von Lebenseinstellung und Lebensstil. Dabei spielen historische, kulturelle oder politische Einflüsse eine große Rolle.

Aus diesem Grund ist es primäres Ziel des Projektes, kommunale Verwaltung und ansässige und überregionale Unternehmen zu vernetzen, Daten und Bedarf zu evaluieren und anschließend gemeinsame Konzepte zu entwickeln und so den Schichtbetrieb zu optimieren und gleichzeitig an die Bedürfnisse von Familien anzupassen. Im Zuge der demografischen Entwicklung wird es für Kommunen zunehmend notwendiger, aktiv zu reagieren. Junge Familien, Mütter und Kinder müssen unterstützt werden, denn sie sind die Zukunft einer Region. Arbeitsbedingungen und Kinderbetreuung aber auch Freizeitmöglichkeiten gilt es zu optimieren.

Ein weiteres Ziel des gestarteten Projektes ist es, ein Servicebüro für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen aufzubauen. Dort können Informationen über die Stadt und deren vielfältige Angebote, über Kindergartenplätze, Bildungsangebote, Sport, Kultur und vieles mehr abgefordert werden. Kurze Wege und umfangreiche Informationen sollen die Servicestelle kennzeichnen. Zudem werden Interessierte ausführlich zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf" beraten.

Kontaktdaten

 

 

Kurzporträt der Stadt Bitterfeld-Wolfen

Bitterfeld-Wolfen ist eine sehr junge Stadt. Gegründet wurde die viertgrößte Stadt Sachsen-Anhalts am 1. Juli 2007 durch den Zusammenschluss der Städte Bitterfeld und Wolfen einschließlich Rödgen und Zschepkau sowie der Gemeinden Greppin, Holzweißig und Thalheim. Am 1. September 2009 trat auch die Gemeinde Bobbau der Stadt Bitterfeld-Wolfen bei.

Ihre Geschichte ist eng mit der Industrialisierung Mitteldeutschlands verbunden. Nach der Wende hat sich in der Chemieregion Bitterfeld-Wolfen ein grundsätzlicher wirtschaftlicher Strukturwandel vollzogen. In kaum einer anderen Region ist die Entwicklung so hautnah zu erleben wie bei uns. Bitterfeld-Wolfen ist heute einer der bedeutendsten Wachstumsstandorte in Mitteldeutschland und gekennzeichnet von einem überproportionalen Wirtschaftswachstum.

Im Zentrum der Stadt Bitterfeld-Wolfen befindet sich als verbindendes Element der P-D ChemiePark. 11 000 Beschäftigte arbeiten dort in 360 Unternehmen. Die Entscheidung vieler namhafter Unternehmen, in Bitterfeld-Wolfen zu investieren, spricht für die Vorzüge der Region. Dazu zählen auch die hervorragende infrastrukturelle Anbindung an das nahe gelegene Autobahn- und Schienennetz sowie an den Flughafen Leipzig/Halle.

Der historische Ortskern mit dem Marktplatz, den beiden Kirchen, dem Historischen Rathaus, dem Kreismuseum und dem Stadtpark „Grüne Lunge" prägt den Ortsteil Bitterfeld. Nur wenige hundert Meter vom Marktplatz entfernt, entstand durch die Flutung des Tagebaurestlochs „Goitzsche" eine 25 Quadratkilometer große Seenlandschaft. Hier, wo der See die Stadt berührt, befindet sich die „Bitterfelder Wasserfront", ein Natur- und Freizeitparadies mit einer Seepromenade, einem Hafen, dem Pegelturm, der Villa am Bernsteinsee und mehreren Badestränden. Aus dem in unmittelbarer Nähe befindlichem Areal des stillgelegten Wasserwerkes ist ein „Wasserzentrum" entstanden. Hier laden Ausstellungen, Vortragsreihen und Konzerte zum Verweilen ein. Auch der Kulturpalast Bitterfeld, als ein Traditionshaus der Stadt, wurde saniert und wiedereröffnet. Seither hat er sich zu einer ausgezeichneten Adresse innerhalb der regionalen Kulturlandschaft mit überregionaler Ausstrahlung entwickelt.

Ein beliebtes Naherholungsgebiet im Ortsteil Wolfen ist die Fuhneaue. Das Landschaftsschutzgebiet ist ein Kleinod vielfältiger Flora und Fauna. Badespaß pur garantiert das Freizeitzentrum „Woliday" mit Hallenbad, Saunalandschaft, Bade-Spaßanlage mit 70 m-Rutsche und Außenbereich mit Solebecken. Die wichtigste kommunale Kultureinrichtung mit einer langen Tradition ist das Städtische Kulturhaus. Es verfügt neben seinem Großen Saal mit 720 Plätzen über mehrere Räumlichkeiten, in denen Kongresse und Tagungen durchgeführt werden können. Hier befindet sich auch die Stadtbibliothek. Bedeutungsvoll für den Ortsteil Wolfen ist das Industrie- und Filmmuseum. Es ist weltweit die einzige Einrichtung, welche die Geschichte der Forschung und Technologie der Herstellung von modernen Fotofilmen dokumentiert. In Reuden lädt ein liebevoll gepflegtes Tiergehege mit einem Streichelzoo zum Verweilen ein.

Als Bindeglied zwischen den Ortsteilen Bitterfeld und Wolfen fungiert der Ortsteil Greppin. In der Muldeaue gelegen, vereinen sich hier Natur und Industrie harmonisch. Im Jahre 1992 siedelte sich auf der Gemarkung Greppin die Bayer Bitterfeld GmbH an. Der Ortsteil Greppin bildet nicht nur den geographischen Mittelpunkt der Stadt, sondern verfügt über eine weithin bekannte Reitsportanlage.

Ein weiteres Wahrzeichen für die gesamte Region stellt der „Bitterfelder Bogen" dar. Das 81 Meter lange und 28 Meter hohe, begehbare, architektonische Kunstwerk befindet sich auf dem Bitterfelder Berg im Ortsteil Holzweißig. Es ist ein Symbol für die Umwandlung der Region und ein hervorragender Aussichtspunkt über die Kulturlandschaft Goitzsche.

das 81 Meter lange und 28 Meter hohe, begehbare, architektonische Kunstwerk Bitterfelder Bogen

Als europäisches Zentrum der Solarzellenproduktion gilt der TechnologiePark Mitteldeutschland, im Ortsteil Thalheim gelegen. Die Q-Cells SE entwickelte sich - als Garant für Erfolg und innovative Ideen - innerhalb kürzester Zeit zum zweitgrößten Solarzellenhersteller der Welt.

Die innovativen Leistungen der regionalen Unternehmen sind von den nationalen und internationalen Märkten nicht mehr wegzudenken. Dies ist ein Verdienst der Menschen, die hier arbeiten und leben. Sie haben Visionen und sie können zupacken. Wie sonst hätte die Region eine derartige Wandlung erfahren können? Bitterfeld-Wolfen ist eine lebendige Stadt. Sie bietet gleichermaßen Senioren wie auch jungen Familien einen lebenswerten Lebensraum und ein optimistisches Morgen. Kontaktdaten